Unser Weg

Vor ungefähr 15 Jahren kam Scooter zu uns in die Familie. Mit ihm habe ich mir einen ersehnten  Wunsch erfüllt.
Ich habe mich mit ihm auf den Weg gemacht die Hundewelt zu erobern:

Welpenschule – oh je armer Scooter, heute weiß ich, dass er sich oft alleine gefühlt haben muss.
Training auf dem Hundeplatz – wir haben uns ganz gut geschlagen gegen die Trainer ohne Hundeverständnis.
Agility – die Freude an diesem schönen Sport haben wir uns erhalten.

Für mich war immer klar, sollte wirklich ein Hund in unsere Familie einziehen, werden wir uns in einem Tierheim auf die Suche machen.
Dort saß Scooter mit seinen Geschwistern. Sie waren mit ihrer Mutter aus schlechter Haltung geflohen, wurden aufgefunden und ins Tierheim gebracht. Ich bin heute Lexa, der Mutter, sehr dankbar für ihren Mut, sich mit ihren Welpen auf den Weg zu machen.

So hatte Scooter in seiner ersten Lebenszeit noch nicht viel Schönes erlebt, er war mit vielen anderen Verwandten hinter einem Verschlag gehalten.

 

Nach ungefähr zwei Jahren Hundeplatzerfahrung, in denen wir Teamtests und Begleithundeprüfung erfolgreich abgelegt hatten, waren wir beide wieder arbeitslos und gingen unsere eigene Wege z.B. Tierheimbesuche(www.tierschutzverein-biberach.de),  Agility  bei den Teamworkern, Erlebnisspaziergänge, Teamwork (Unterordnung) als gemeinsamer Tanz,  Nasenarbeit wie Suchspiele, Waldtrail, Fährten, Stöbern.
Wir suchten für uns den richtigen Weg und wollten eine gemeinsame, sinnvolle Beschäftigung finden.
So lernte uns  Christiane Rohn kennen und wir Ihre DogSense®-Philosophie, und ich freute mich unsagbar, endlich bestätigt zu bekommen, dass ich mit Scooter auf dem richtigen Weg bin.
Wir durften eine tolle  Ausbildung genießen und sind seit 10.November 2008 ein ausgebildetes und geprüftes Team und freuen uns zum  DogSense®Team dazu zu gehören.
Missverständnissen, meist sind es nur solche in der Mensch-Hund-Beziehung, kann man nicht mit Gewalt begegnen. Die Ursache zu erkennen und daran gemeinsam zu arbeiten, das ist unser einzig richtige Weg.

Freudig miteinander verbunden sein, mitfühlen, einfühlen, spüren lernen und sich wohl fühlen.

 Unser Weg geht weiter...

Seit 19. August 2009 begleitet uns Cora auf unserem Weg.

Nachdem im Tierheim eine schwere Erkrankung mit schlechter Prognose festgestellt wurde, kam Cora zu uns nach Hause. Schon bei unserer ersten Begegnung zeigte uns Cora, dass sie uns mag.Seither sind wir ein tolles Dreiergespann. Cora erholte sich. Sie hat sehr viel Lebensfreude und bellt diese in unsere Welt hinaus.

Sie ist sehr dankbar. Ihre Blicke und Gesten sprechen für sich. Nur bei uns zu sein, geliebt und umsorgt zu werden so wie sie ist, gemeinsam unterwegs sein und etwas erleben dürfen, macht sie sehr glücklich.

Unser Weg ist mit Cora langsamer, aber nicht langweiliger geworden. Voller Stolz zeigt sie uns jeden Tag, was in ihr steckt. Scooter und ich staunen immer wieder über sie. Cora ist hochmotiviert bei jeder unserer Arbeiten dabei, egal ob bei den Erlebnisspaziergängen, bei der Sucharbeit, Teamwork, KomZi, Mobility oder Spiele.

Ihr Motto: Was Scooterman kann, kann ich auch!

Da Cora körperlich eingeschränkt ist, nimmt Scooter sehr viel Rücksicht. Bei den Spaziergängen wartet er auf Cora, wenn sie zurück bleibt. Beim Spielen lässt er ihr auch oft den Vortritt. In sein Bett darf sie so oder so, wie selbstverständlich.

Er nimmt sie aber auch als Konkurrentin wahr und ist oft sehr erstaunt über ihr " Auch-Können". Wenn Cora den fliegenden Ball fängt- sie ist unglaublich schnell-, oder bei unsererm Boden- und Gerätetraining ist sie sehr mutig, wir staunen immer wieder.

Sie spielen auch miteinander sehr schön. Cora traut sich sehr viel: sie zerrt mit Scooter um ein Spielzeug, sie läuft ihm hinterher um an das Spielzeug zu kommen. Da lacht das Herz und beide strahlen um die Wette.

Auch zu dritt spielen macht Laune. Es ist einfach schön mit beiden Hunden herum zu tollen.

Bei unseren gemeinsamen Beschäftigungen warten sie geduldig, wenn der andere arbeitet. Ok, Cora ist etwas ungeduldiger, ihrem Motto entsprechend. Aber trotzdem versucht sie es, so gut sie kann. Wenn es ihr zu lange dauert, bellt sie immer wieder vorwurfsvoll in unsere Arbeit hinein. Verständlich...sie hat ja auch nicht mehr soo viel Zeit übrig.

Unsere Leinenspaziergänge sind auch interessant. Scooter und Cora sind ein Team gegen den Rest der Welt. Wäre da nicht noch jemand am anderen Ende der Leine, nämlich ich. Alles will gelernt sein und so üben wir fleißig als Dreiergespann, auf unserem Weg klar zu kommen. Cora recht gemütlich, mit dem fragenden Blick "wo geht's hin?", Scooterman mit Tatendrang vorneweg und ich dazwischen als Puffer und ausgleichender Mittelpunkt.

Scooter und ich schätzen Cora sehr und genießen den Weg mit ihr.

Scooterman und ich sind sehr traurig... unsere Cora hat uns, genau auf den Tag nach zwei Jahren, verlassen und ist Ihren Weg weiter gegangen.

Wir haben große Sehnsucht nach unserer Cora Lady.

Wir sehnen uns nach Ihrem feinen Geruch, nach Ihrem weichem Fell, nach Ihren liebevollen Augen, nach Ihrem Bellen vor Freude und Aufregung, nach Ihrem von Herzen ausgelassenen Spiel mit uns und um uns, nach Ihrem Lachen wenn Sie morgens aufwacht und sich glücklich in Ihrem Kissen hinein kuschelt, nach Ihrem gleichmäßigen beruhigenden Schnarchen wenn Sie schläft, wir sehnen uns nach Ihrer langen heißen Zunge die uns immer patschnass leckt, nach den zufriedenen Blicken wenn Sie mit Scooti andere kräftig verbellt hat, nach Ihren vielen Niesern vor freudiger Aufregung, nach Ihrem ruhigen Wesen, Ihrer zärtlichen Ausstrahlung, wir sehnen uns nach den vielen herrlichen Augenblicken beim Spaziergang, wie wir drei gemeinsam in einer Wiese sitzen und stolz über die Wälder und Wege wachen... wir sehnen uns soooo sehr nach unseren lieben Cora...

Cora ist für Scooter und mich was ganz besonderes.

Die vielen schönen Erinnerungen lässt Sie jeden Tag bei uns sein. Vielleicht treffen sich unsere Wege wieder... auf jedenfall  in unseren sehnsüchtigen Träumen und Gedanken...

 Unser Weg geht weiter...

in liebevoller Erinnerung an unsere Cora

Da sich im Tierheim 6 Welpen angekündigt haben und Hilfe benötigt wird, mache ich mit den Kleinen meinen Welpenzirkel. So sind Scooterman und ich wieder mehr im Tierheim, und haben etwas Ablenkung von unserem Schmerz.

In dieser Zeit wurde Lady (wir nannten unsere Cora auch oft " Cora Lady", da Sie wirklich eine Lady war), 16 Jahre jung, abgegeben.  Als sie mir vorgestellt wurde, war sie in einem sehr schlechten Allgemeinzustand. Sie erholte sich im Tierheim und suchte ein neues Zuhause. Ich nahm sie, so oft wir Zeit hatten, zum Spazieren mit...aber bald war mir klar, dass ich sie nicht im Tierheim zurück lassen kann. Auch eine bundesweite Ausschreibung half nicht, einen schönen Pflegeplatz für die hochbetagte Seniorin zu finden.

So machte ich meine Autotüre auf, um zu sehen, ob Sie es schafft, hinein zu hüpfen. Da Lady in ihrem langen Leben nicht nur Gutes erlebt hat, kann man Sie leider nicht mal so eben hoch heben oder sonst unterstützen.

Und tatsächlich schafft Sie es. Also Türe zu und ab nach Hause.

So begleitet uns Lady auf unserem Weg... sie ist sehr schnell und rastlos...

Lady zeigt uns ganz offen, dass ihre Menschen sehr viel missverstanden haben und daraus viele Verhaltensauffälligkeiten entstanden sind.

Auch Scooterman hat es da nicht leicht. Er nimmt sehr viel Rücksicht auf Lady...das ist wirklich toll!

Ich kann jeden Tag sehen wie die beiden Hunde miteinander kommunizieren und versuchen aus zukommen. Die Seniorin, die versucht ihren Neid in Grenzen zu halten und auch ihre Ängste  zu bewältigen. Sie ist sehr gebrechlich und ihrer körperlichen Verfassung sehr bewusst.

Scooter, der ihre hilflosen Scheinattacken versucht zu verstehen und sich sehr hemmt, und jede Gelegenheit nutzt ihr zu sagen, dass sie gerne bei uns sein darf.

Wir lieben die kleine Lady so wie sie ist, und es ist schön zu sehen, dass es ihr gut geht. Sie lässt sich mittlerweile sehr gern streicheln und lieb haben. Sie lässt sich helfen und tragen, darüber sind wir sehr glücklich. So zeigt sie uns, dass sie vertrauen hat.

Unsere gemeinsamen Spaziergänge sind entspannter. Auch klappt es jetzt beide Hunde an der Leine auszuführen. Mit der nötigen Distanz und das rechtzeitige Anleiten in schwierigen Situationen hilft beiden. So gehen wir diesen schmalen Pfad mit unserer Lady, mit dem Wissen, dass wir ihn jeden Tag gemeinsam genießen müssen.

Scooterman und ich sind sehr stolz, dass es Lady bei uns gefällt und sich jeden Tag freut, mit uns unterwegs zu sein.

 

Für Lady, in liebevoller Erinnerung:

So wie du warst bleibst du hier

so wie du warst bleibst du immer bei uns hier

so wie du warst erzählt die Zeit

so wie du warst bleibt so viel von dir hier

lass los, meine Freundin, hab keine Angst ich halte dich

ich schau zurück

Gedanken ziehn an mir vorbei,

wir sind stolz auf unsere viel zu kurze gemeinsame Zeit

lass los, kleine Lady, jeder kurze Moment und Augenblick

ich halt ihn in Ehren, ganz egal wo du bist

ein ganzes Leben zieht vorbei,

die Menschen,die dich nach 16 Jahren abgegeben haben,

werden nie erfahren was sie verloren haben

lass los, meine Freundin

so wie du warst bleibst du für immer bei uns hier.

25.Januar 2012

 

Am 19. Juni 2013 ist Bessy in unsere Familie eingezogen.

Sie ist eine BorSchae, 4 Jahre alt und wartet seit anderthalb Jahren im Tierheim. Bessy wurde von ihrem Besitzer in einem physisch schlechten Zustand abgegeben: total abgemagert und mit sehr schütterem Fell, an manchen Körperstellen ganz kahl.

Sie erholte sich gut, aber es stellte sich heraus, dass sie eine Allergikerin ist...

Bessy ist eine blitzgescheite und lebenslustige Persönlichkeit; sensibel, liebebedürftig und hochmotiviert zu gefallen.

Laute und fremde Geräusche kommentiert sie gerne. Sie ist eine unsichere Hündin, Fremden gegenüber misstrauisch und sagt dies unmissverständlich.

Wenn man sie jedoch verstehen will, kann man das auch gut.

Vor lauter freudiger Erregung, Frust oder bei Über-oder Unterforderung buddelt sie sich total hysterisch in ein Mausloch.

Alleine bleiben kann sie noch nicht, sie bellt, jault und beißt sich durch unser Haus. Deshalb sind wir sehr froh, dass sie es schafft, mit Scooterman zusammen ein paar Stunden zu Hause zu bleiben. Die Beiden mögen sich und verstehen sich gut. Wir haben das erste halbe Jahr viel zusammen erlebt, das schweißt zusammen.

Scooterman profitiert von Bessy`s Einzug. Da Bessy eine Oberwächterin ist, kann Scooterman in diesen Situationen in aller Ruhe die Menschen beschnüffeln, ohne beachtet zu werden. Ich muss staunen und freue mich für ihn, dass er jetzt "der Liebe" ist.

So leisten wir uns nun einen ganz privaten Wachdienst und ein neues Kuscheltier, das Bessy heißt.

  

 

Rassebeschreibung BorSchae 

Ursprungsland: Deutschland

Gewicht: 30 kg und mehr

Schulterhöhe: Large - XL

Haarkleid: dicht, feine Struktur, kuschelig weich; mittelstarke Befederung an Ohren; langer buschiger Schwanz mit weißer Spitze als Fahne  getragen; langhaarig, viel Unterwolle

Farben:  4 weiße Pfoten; 1 weiße Schwanzspitze; Kopf weiße Mittelinie, Schnauze zur Hälfte schwarz / weiß; weißer Brustkorb; sonst gerne dreifarbig.

Andere Namen: Border Collie-Alsatian, Deutscher Schäferhund-Border Collie

Anerkennung: TH BC, FA Fleißner & Freunde

FC1: Gruppe Allrounder

 

Unser Weg geht weiter...

Der Tod ordnet die Welt neu. Scheinbar hat sich nichts verändert und doch ist alles anders geworden. ( Antoine de Saint-Exupery )

 

Unser Scooter, Scooti, mein Scooterman

 

...ich hab gewartet und gehofft, dass der Moment vielleicht niemals kommt.

Dass es einfach vorübergeht. Oder vielleicht niemals geschieht.

Ich schau zurück auf eine wunderschöne Zeit.

Du hast jeden Moment mit mir geteilt.

Ich bin stolz auch jetzt bei Dir zu sein.

Ich fang ein Bild von Dir und schließ die Augen zu,

und dieser eine Augenblick bleibt bei mir gedanklicher Besitz.

Den kriegt der Himmel nicht zurück.

Du hast Dein Leben mit mir gelebt, hast alles gegeben und geschenkt.

Hast mir gezeigt was DogSense® ist.

Hast mir ein Lächeln gezaubert mit Deinem stillen Blick,

ohne jedes Wort, doch voll von Liebe und Leben.

Hast alles von Dir an mich gegeben.

Ich fang ein Bild von Dir und schließ die Augen zu.

Dann ist mein Weg nicht mehr leer.

Ich sage Dankeschön für eine wunderschöne Zeit.

In diesem Augenblick bist Du das Einzige was zählt.

Geh Deinen hellerleuchteten Weg...Du wirst immer bei mir sein.    1. September 2014